Über uns



Philosophie

Die Blaue Linse versteht sich als ein „offener Zusammenschluss“. Nach den Anfängen im Jahre 1994, bei denen Diskussionen über die für unsere Ziele am besten geeignete äußere Form eine Rolle spielten, hat sich ein Konzept ergeben, das zwischen der üblichen Vereinsstruktur und den Gepflogenheiten der meisten „Fotoclubs“ anzusiedeln ist. So gibt es in der Blauen Linse keine Mitglieder, sondern Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Im Zeichen der Blauen Linse treffen sich in Marburg einmal monatlich Fotografinnen und Fotografen – Profis und Amateure – und legen sich gegenseitig ihre freien Arbeiten zur Begutachtung vor. Die Themen und Arbeitsbereiche sind im Allgemeinen selbst gewählt.

Zwischen Fotografie als Kunst und Fotografie als Medium wird kein prinzipieller Unterschied gemacht. Die Leitvorstellung lautet vielmehr „gestaltete Fotografie“, und so nennt sich die Gruppe im Untertitel „Zusammenschluss für gestaltende Fotografie“. „Gestaltung“ bezieht sich bei der Blauen Linse zunächst auf die Bildserie und erst dann auf das nach ästhetischen Konventionen aufgebaute Einzelbild, weil in der Fotografie die Serie größeren Raum für die Entfaltung individueller Ausdrucksabsichten bietet. Als Beispiel für fotografische Gestaltung werden aktuelle Publikationen und Ausstellungen in Einzelreferaten vorgestellt und besprochen. Über Höhepunkte der historischen Fotografie sowie bedeutsame Wandlungen der fotografischen Technik (z.B. Digitalisierung) werden Einzelvorträge gehalten.

Teilnehmerin oder Teilnehmer in der Blauen Linse wird man durch das Vorlegen einer Bildserie oder durch das Halten eines Vortrages zu einem der angegebenen Themenbereiche.

Außer der wechselseitigen Anregung dienen die Diskussionen über Bildserien auch der Vorbereitung von Ausstellungen. Das Kulturamt der Stadt Marburg unterstützt die Blaue Linse seit dem Jahr 1995.


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