Chris Schmetz: abgeschminkt




Der tägliche Blick in den Badezimmerschrank offenbart, dass die dort befindlichen Dinge ein Eigenleben führen. Zwar gibt es eine gewisse Grundordnung, trotzdem wechseln Zahnbürsten, Tuben, Cremes, Deos und Co. immer wieder ihre Standorte und Positionen. Manche Dinge sind von diesem Wechselspiel stärker betroffen, andere halten sich weitgehend heraus.

Dieser täglichen, eher unbeachteten Routine bin ich mit meiner Serie auf den Grund gegangen. Um exakt gleiche Aufnahme Bedingungen (Bildausschnitt und Lichtsituation) zu erreichen, handelt es sich hierbei um inszenierte Werke. Ihre inhaltliche Aussagekraft ist jedoch eng an die tatsächlichen Nutzungsszenarien angelehnt. Somit tragen sie dokumentarische Züge des heimischen Badezimmer-Innenlebens an aufeinander folgenden Tagen.