


Der Mensch in seinem natürlichen Lebensraum
Die fotografische Darstellung des Menschen in seinem natürlichen Lebensraum gestaltet sich überaus schwierig. Zumeist verstecken sich diese scheuen Artgenossen in ihrem familiären Umfeld in kleinen Behausungen, wobei sie die in mühevoller Handarbeit gefertigten Sichtöffnungen wieder akribisch verhüllen. Tagsüber verschanzt sich diese Lebensform mit tausenden Gleichgesinnten zumeist in riesigen monotonen Behausungen, fernab der eigenen Familie.
Und genau in diesen wenigen Minuten, wenn der Mensch sein vertrautes Heim verläßt um seinen Wohnraum zu wechseln, läßt sich der Mensch erblicken. Meist in den frühen Morgenstunden und wieder gegen Sonnenuntergang strömen sie in Massen wie von einer inneren Uhr getrieben aus den Behausungen – eigenständig auf ihren zwei Füßen oder wiederum geschützt in Kokons aus Stahl. Ähnlich den Ameisen nutzen sie hier gemeinschaftliche Wege um den täglichen Ortswechsel zu organisieren.
Dann ist die Zeit des Fotografen gekommen … 🙂
Peter Beltz, August 2025
