






Im Krater des Ijen
Mitternacht. Während andere schlafen, beginnt eine Reise in die Dunkelheit. Stirnlampen werfen schwache Lichtkegel auf der über zweistündigen Wanderung. Dampf, Rauch und ein bläuliches Leuchten tauchen den Krater des Vulkans in gespenstische Schönheit. Dort unten erwartet den Besucher eine unwirkliche Szenerie: das seltene, geisterhafte „Blaue Feuer“ und ein saurer, gefährlich grüner Kratersee – naturgewaltig, surreal, atemberaubend.
Doch diese Landschaft verbirgt eine andere, viel tiefere Geschichte: das harte Schicksal der Schwefelträger, die schwere Lasten über felsige Pfade schleppen – ohne Schutz, oft nur in Flipflops – für wenige Cent pro Kilo. Ihre physische Kraft und ihre Ausdauer stehen in einem starken Kontrast zu den Touristenmassen, die jede Nacht auf der Suche nach einem Abenteuer in den Krater klettern.
Chris Schmetz, Mai 2025
Die vollständige Reportage und weitere Bilder finden Sie hier: https://behind-de-scenes.de/projekte/im-krater-des-ijen
